Was hat „Das Dschungelbuch“ und „101 Dalmatiner“ mit der kanarischen Banane zu tun?

2007 war die kanarische Banane „Plátano Canario“ Werbepartner im Walt Disney’s „Das Dschungelbuch“ und 2008 wurde die süße Frucht zu einem Nebendarsteller mit den kleinen braunen Punkten bei „101 Dalmatiner“. Damit die Frucht weltweit in aller Munde ist werden grosse Investitionen von der Asociación de Organizaciones de Productores de Plátanos de Canarias geleistet. Nicht umsonst ist diese das Exportgut Nummer 1 der Kanaren!

Platano, Das Dschungelbuch, kanarische Bananen

Geschichte

Die ursprünglich aus Südostasien stammenden Bananen wurden schon im 6. Jahrhundert nach Christus über die alten See-Handelswege über Madagaskar nach Afrika gebracht.

Anfang des 15. Jahrhunderts wurden sie durch die Portugiesen von Equatorial Guinea mitgeführt und pflanzten sie auf den Kapverden, Kanaren und Madeira um sich selbst mit Lebensmitteln zu versorgen. Erst durch die Spanier kamen die Bananen nach Amerika.

Der Botaniker Carl von Linné klassifizierte 1753 die Flora der Welt. Er nannte die Banane Mauz (die arabisch-persischen Bezeichnung). Die Frucht Musa paradisiaca (für die Kochbanane) und Musa sapientium (für die Dessertbanane).

Die kanarische Banane in Deutschland

findet immer größere Beliebtheit. Sie entspricht nicht immer auf Grund ihrer Größe nicht der Europäischen Norm, jedoch ist sie wegen ihres Geschmacks sehr willkommen.

Da die afrikanischen oder amerikanischen Bananen nur etwa 3 Monate reifen – dürfen die kanarischen Früchte 6 Monate an der Staude verbleiben, da die Transportwege erheblich kürzer sind.

Wegen der längeren Reife sind sie sehr viel süßer und auch wasserreicher. Außerdem hat die kanarische Banane einen sehr hohen Gehalt an Magnesium, Kalium und Eisen.

Die Pflanze

Ähnlich wie die Papaya ist die Banane (Musa, oder auch Paradiesfeige genannt) kein Baum sondern eine krautartige Pflanze. Durch die nur schwachen Wurzeln an dem Rizom (der Knolle) würde die Banane bei den Fruchtständen, die bis zu 50 kg wiegen können, umfallen. Deshalb werden die Pflanzen gestützt. Von den ca. 100 Arten der Musa sind etwa 30 essbare Bananenpflanzen.

An dem nicht verholzten Stamm bilden sich die Blätter, während aus der Mitte sich der Fruchtstamm bildet und daran dann die Bananen wachsen. Eine Verwandte der Banane ist die Strelizie.

Auf den Kanaren wächst die Pflanze unterhalb der 300 Meter-Marke und wird auch ganzjährig geerntet. Die älteste Bananenplantage ist die Hacienda del Buen Suceso, die zu Arucas gehört. Im Jahr 1572 wurde die Bananenplantage gegründet. In der Nähe der Landstraße von Arucas nach Banadero kann man die meterhohen Bananenstauden und evtl. auch die Bananenernte beobachten.

Auf auf unserer Finca HiBiDuRi wächst die Banane.

Rezeptideen:

Bananen-Pfannekuchen

Zutaten:

500 g Bananen , 3 EL Zucker, 3 Eier, 1 Glas Milch, ½ Glas Anislikör, Zimtpulver, 1 Zitrone, Speisesalz, Mehl

Zubereitung:

Bananen Pfannkuchen

Bananen Pfannkuchen von Christopher Piontek bei Flickr

Die Bananen schälen. Das Fruchtfleisch mit Hilfe einer Gabel zerdrücken und mit dem Saft einer Zitrone mischen. Dadurch wird die Banane nicht braun.

Das Eiweiß in einer anderen Schüssel schlagen, dabei sehr langsam den Zucker dazu geben.

Das Eigelb mit einer Prise Slaz, dem Anislikör, dem Zimtpulver, 1 TL Zitronenraspel, der Milch und der zerdrückten Bananen mischen.

Nach und nach das Mehl dazu geben, bis eine geschmeidige Masse entsteht.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen. Je nach gewünschten Größe kleinere Mengen mit einem Löffel nehmen und frittieren.

Das pfannekuchenähnliche Gebäck passt besonders gut zu Eis oder frischem Obst.

Bananenbrot Rezept

Bananenbrot

Bananenbrot von James Dennes bei Flickr

Zutaten:

3 reife Bananen, 300 g Mehl, 100 g Zucker, 1 Ei, 1/2 Teelöffel Salz, 1 Päckchen Backpulver, 1 Päckchen Vanillezucker, 4 Esslöffel Öl, 4 Esslöffel Rosinen (wer keine Rosinen mag: Schokoraspel oder Mandeln sind auch lecker dazu).

Zubereitung:

Die reifen Bananen schälen und zerdrücken. Den Zucker, das Ei, das Salz, den Vanillezucker und das Öl dazugeben und gut verrühren. Danach der mit dem Backpulver gemischte Mehl unterrühren und die Rosinen (oder Schokoraspel oder Mandeln) hinzugeben.

Den Teig in eine vorher gefettete Kastenform geben und bei 180 Grad 45 Minuten backen.

Besonders lecker ist das lauwarme Brot (später auch leicht getoastet) mit Butter bestrichen.

Banane im Speckmantel

Zutaten (für 4 Portionen)

2 Bananen, eine Handvoll gesalzene Erdnüsse, 1 Esslöffel Curry-Pulver, 4 Scheiben Speck

Zubereitung:

Die Erdnüsse hacken aber nicht pulverisieren und mit dem Curry-Pulver mischen.

Die geschälten Bananen halbieren und mit in den Erdnuss-Curry-Gemisch wälzen bis alles bedeckt ist.

Die gewürzten Bananenhälften in je einer Scheibe Speck einrollen und die Enden mit Zahnstochern fixieren.

Jetzt die Bananen-Speck-Rollis auf den Grill legen oder und der Pfanne braten bis der Speck knusprig ist.

Eine tolle Grillbeilage – Banane auch mal Herzhaft!

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